Geld verdienen mit Geld – zunächst einmal möchte ich an dieser Stelle sagen, dass das Thema Vermögensaufbau viel einfacher ist als es auf den ersten Blick zu sein scheint. In meinem Freundeskreis wird das Thema zu oft noch als “kompliziert” angesehen… das entspricht nicht (mehr) der Realität.

Ich habe mir überlegt zu dem gesamten Prozess: Vermögensaufbau mit ETFs und Aktien, mehrere Artikel zu verfassen, um die Einstiegsbarrieren zu reduzieren. Ziel ist es hierbei, dass JEDER den nachhaltigen und langfristigen Vermögensaufbau starten kann. 

Im ersten Teil wird es daher um das richtige Fundament für einen nachhaltig erfolgreichen Vermögensaufbau gehen.

Natürlich könnte ich nun einen Beitrag raushauen mit der Aussage: erstelle ein Depot und lege einen Sparplan auf X & Y an. Das ist jedoch nicht mein Anspruch, denn der Sparplan ist schnell eingerichtet. Jedoch wird der Vermögensaufbau per Aktien- oder/und ETF-Sparplan nicht nachhaltig gelingen, wenn das richtige Fundament nicht zuvor gelegt wurde. 

Daher wird es im ersten Teil zunächst um das Fundament einer nachhaltigen Anlagestrategie gehen. Dies beginnt nicht mit dem Anlegen eines Depots oder dem Kauf einer Aktie/eines ETFs. Der Beginn eines soliden Vermögensaufbaus beginnt im Kopf. Erst wenn hier alle Regler auf „langfristigen Vermögensaufbau“ gestellt sind, wird es dir auch gelingen erfolgreich zu sein. In diesem Beitrag erfährst Du alles was Du darüber wissen musst.

Das Fundament für einen nachhaltigen Vermögensaufbau 

Ein gutes Haus benötigt ein stabiles Fundament. Ohne dieses Fundament ist ein Haus nicht sonderlich stabil und kann durch ein Erdbeben oder ein Sturm schnell einstürzen. Das Fundament sollte daher nicht das schwächste Glied in der Kette sein.

Dasselbe gilt auch für den Vermögensaufbau. Dabei ist es vollkommen egal, ob das Vermögen mit ETFs, Aktien, Immobilien oder sonstigen Assets aufgebaut wird. Der Vermögensaufbau benötigt ein fundiertes und fest verankertes Mindset.

Was ist ein stabiles Fundament für den erfolgreichen Vermögensaufbau?

Vermutlich gibt es hier unzählige Definitionen für ein solches Fundament. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht mit unterschiedlichen Definitionen beschäftigen, vielmehr möchte ich meine Interpretation bzw. meine Vorstellung des richtigen Fundaments darlegen. 

Für mich macht ein gutes Fundament aus, dass es wirklich fundiert und tief verwurzelt ist. Im Falle der Vermögensbildung muss das Fundament im Gehirn tief und fest verankert sein. Erst diverse Gedanken und Erkenntnisse führen zu einer wirklich stabilen Basis. 

Ich bezeichne diese Basis als Mindset bzw. FIRE-Mindset. Also das Mindset für Finanzielle Freiheit und Frühen Ruhestand. Man könnte es auch das Vermögensaufbau-Mindset nennen.

Was geschieht beim Vermögensaufbau ohne ein solides Fundament?

Zunächst muss eine ganz grundsätzliche Tatsache klar werden. Investieren ist immer ein Trade-Off zwischen den drei Einflussgrößen: Rendite, Liquidität und Sicherheit. 

Auch wenn ich kein Fan von Finanztheorien bin, veranschaulicht das gute alte magische Dreieck diese drei Einflussgrößen sehr gut.

Das normale Sparen auf bspw. ein Tagesgeldkonto wäre in diesem Dreieck zentral an der unteren Kante positioniert. Ein Investment in Cannabis-Aktien würde ich ganz oben an der Spitze ansiedeln.

Beim Vermögensaufbau möchte man sich so positionieren, dass eine möglichst ausgewogene Verteilung der drei Komponenten erreicht wird. Ziel ist es, eine gewisse Rendite zu erreichen ohne völlig die Kontrolle zu verlieren und im Notfall dennoch in der Lage zu sein die überraschende Rechnung für die Reparatur des Autos bezahlen zu können. Also irgendwo in der Mitte des Dreiecks.

Die drei Komponenten des magischen Dreiecks spielen eine zentrale Rolle und jeder sollte für sich selbst die richtige Positionierung finden, mit der er auch in unruhigen Zeiten gut schlafen kann.

Genau diese unruhige Zeiten sind der Knackpunkt beim Investieren. Wenn man als Investor selbst voll investiert ist – mit sagen wir mal 500.000€ – und das Depot durch eine Kursrutschlawine 40%, 50% oder 60% in die Knie geht, in den Medien das Ende der Finanzmärkte ausgerufen wird und eigentlich kein Vertrauen mehr in die Finanzmärtke besteht – genau dann kommt das fundierte Mindset zum Einsatz. 

Ohne das richtige Mindset trennt sich genau in diesen Phasen die Spreu vom Weizen. In diesen Schwächephasen wird am meisten Geld verbrannt und die Angst in den Köpfen der Anleger übernimmt die Kontrolle – Panik-Verkäufe sind hier oft die Folge.

Deswegen: Mindset first, Investment second.

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Wie generiert man das richtige Fundament bzw. Mindset im Kopf?

Diese Frage ist nicht ganze einfach und ich muss Dich an dieser Stelle zunächst enttäuschen. Ich werde Dir nicht die geistige Wanderung hin zum richtigen Mindset ersparen können. 

Bei mir hat sich das richtige Mindset erst über mehrere Jahre entwickelt und gefestigt. Das Ganze muss sich vermutlich etwas ziehen, damit die Veränderung auch tatsächlich tief im Hirn eingebrannt wird. 

Dennoch versuche ich hier kurz zu skizzieren wie ich zum “richtigen” Mindset gekommen bin. Vielleicht ist mein Weg wenigstens eine kleine Abkürzung für dich.

Schritt 1 zum richtigen FIRE-Mindset: 

Zunächst habe ich das Buch „Rich Dad Poor Dad“(*) und die Erweiterung “Cashflow Quadrant”(*) von Robert Kiyosaki gelesen. Ohne große Erwartung habe ich die beiden Teile innerhalb einer Woche gelesen. Das obwohl ich bis dato gefühlt nichts weniger mochte als Bücher.

Wieso habe ich die Bücher nicht noch schneller gelesen? 

Amazon hat den 2. Teil nicht schneller geliefert 🙄- solltest Du diese Bücher ebenfalls ausprobieren kann es Sinn machen beiden auf einmal zu kaufen.

Für mich waren die beiden Bücher der Startschuss für mein FIRE-Mindset und habe mir die Tür in eine bislang unerkannte Welt aufgeschlossen. 

Allerdings muss ich dazusagen, dass ich vermutlich sehr empfänglich für die dargestellte Lebenseinstellung gewesen bin, da ich auch bereits seit meiner Kindheit schon immer extrem interessiert an dem Thema Finanzen und insbesondere der Börse war.

Das Ganze äußerte sich auch in meiner damaligen Leidenschaft: World of Warcraft. Neben dem Sammeln von starken Ausrüstungsgegenständen war das Erwirtschaften von “WoW-Gold” meine größte Beschäftigung im Spiel. Wie ich von WoW dann zur Börse kam, habe in diesem Beitrag dargestellt. 

Achtung: Ich kann primär von der Wirkung dieser beiden Bücher sprechen, vermutlich gibt es aber auch andere und sehr ähnliche Bücher mit dem Selben oder sogar einem noch besseren Effekt. Finde es heraus!

Schritt 2 zum richtigen FIRE-Mindset: 

Ich habe mich damals, nachdem ich Rich Dad Poor Dad gelesen hatte, regelrecht von der Idee “Finanzielle Freiheit” anfixen lassen. Anschließend habe ich Unmengen an Content zu diesem Thema auf YouTube, diversen Blogs und weiteren Büchern konsumiert. 

Viel wichtiger als der Konsum von Content war jedoch der eigene Denkprozess der in meinem Kopf eingesetzt hat. Nach und nach wurde das Ziel von finanzieller Freiheit immer klarer und greifbarer. 

“Dieses Ziel” wurde mit der Zeit zu “Meinem eigenen Ziel”.

Zudem habe ich immer stärker die traditionelle Geldanlage, die einem von lokalen Banken angeboten wird, angezweifelt und hinterfragt. Auf die Frage nach Aktien und ETFs bekam man eigentlich immer einen entsetzten Blick als Erwiderung – es war fast schon so, als hätte man den Teufel an die Wand gemalt!

Schritt 3 zum richtigen FIRE-Mindset: 

Nachdem der Samen “Mit Vermögensaufbau zur Finanziellen Freiheit” im Kopf erst einmal gepflanzt war und daraus bereits ein kleines Pflänzchen wurde, folgt der nächste Schritt.

Ich habe mir die Frage gestellt, welche genauen Ziele verfolge ich überhaupt und weshalb möchte ich den Vermögensaufbau beginnen?

An dieser Stelle muss ich aber erwähnen, dass ich bereits im Vorfeld großes Interesse an den Finanzmärkten hatte. Vermutlich wäre ich sonst ohnehin nie auf die Idee gekommen, mir überhaupt tiefgründige Gedanken zu diesem Thema zu machen. 

Da Du ab hier gelandet bist und just in diesem Moment meine Worte liest, scheinst Du ebenfalls bereits mindestens eine grobe Vorstellung deiner finanziellen Ziele zu haben. Damit bist Du bereits im Gegensatz zur Allgemeinheit ein Quantensprung weiter – bleib dran, Du bist auf dem richtigen Weg 😊. 

Du weißt nun, dass der Vermögensaufbau ein solides mentales Fundament in Form des FIRE-Mindset (oder wie auch immer man das Ganze nennen mag) benötigt, um langfristig dranbleiben zu können. 

Mit dem richtigen Mindset wirst Du sowohl die Versuchungen des Alltags (“Ach komm ich setze einfach die Sparraten 2 Monate aus und flieg dafür in den Urlaub… danach aktivier ich die Sparraten einfach direkt wieder”), als auch schlimmere Krisenzeiten überwinden.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob Du lediglich etwas für deinen Lebensabend mit einer soliden Rendite ansparen möchtest oder ob Du ganz und gar von deinen finanziellen Mitteln leben können möchtest.

Das erfolgskritische Denkmuster zum erfolgreichen Vermögensaufbau 

Grundsätzlich setzt der Vermögensaufbau voraus, dass auch etwas da ist womit etwas aufgebaut werden kann. Was beim Haus das Grundstück, die Ziegelsteine und der Beton sind, sind beim Vermögensaufbau das Mindset, ein Depot und die Anlagegüter (Aktien, ETF, Immobilien etc.). 

Sowohl das Haus als auch der Vermögensaufbau können nur mit Geld erreicht werden. Geld womit die Ziegel gekauft bzw. die Investitionen getätigt werden können. 

Den Schalter von Kurzfristig auf Langfristig umlegen

Damit es auch wirklich klappt genügend Geld für den Vermögensaufbau beiseite gelegt zu bekommen, muss ein gewisser Schalter im Kopf umgelegt werden. Ich nenne ihn einfach mal den perspektivischen Schalter – also der Schalter der entweder auf kurzfristige Perspektive oder langfristige Perspektive eingestellt sein kann.

Wir Menschen sind evolutionsbedingt primär auf kurzfristige Dinge fokussiert – ganz nach dem Motto: lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Diese Einstellung war insbesondere für unsere Vorfahren überlebenswichtig – für den Vermögensaufbau ist diese Einstellung aber absolut schädlich.

Sparen bedeutet Konsumverzicht und Konsumverzicht ist kurzfristig natürlich nicht so spaßig wie der Konsum. 

Kurzfristige bzw. spontane Belohnungen und Freuden sind oft Auslöser für falsche oder sogar schädliche Entscheidungen. So ist der lecker Schokoriegel, der schnelle Kaffee bei Starbucks oder der spontane Besuch bei McDonalds in dem Moment in dem man die jeweiligen Güter konsumiert extrem befriedigend. 

Stelle dir vor du sitzt schon seit 5 Stunden im Auto und hast großen Appetit entwickelt – was gibt es da Besseres als in einen saftigen Burger zu beißen und ein paar Pommes mit Mayo und Ketchup zu vernaschen? 

Allerdings geht es mir meistens so, dass ich keine 10 Minuten später den Besuch bei McDonalds und Co. bereits bereue – spätestens dann, wenn man aufstoßen muss … egal ob man es wegen den Kalorien, dem Fleisch oder den Kosten bereut. 

Die Entscheidung war kurzfristig wohl eine geniale Wahl, mittel- und langfristig aber wohl mit die schlechteste die man hätte treffen können. Stattdessen hätte man sich bspw. ein Vollkornbrot zuhause vorbereiten können. Das hält länger satt, ist günstiger und deutlich gesünder. 

Genau diese kurzfristigen Belohnungen oder Zufriedenmacher führen extrem oft zu falschen Entscheidung.

Die Folgen wirken sich sehr oft entweder monetär aus, man hat zu viel bezahlt und häuft eventuell sogar Schulden an, oder gesundheitlich, man setzt schnell unnötig viel Fett an oder wird sogar übergewichtig. 

Erfolg ist kein Glück

Der zweite kritische Erfolgsfaktor ist das Verständnis, dass nachhaltiger Erfolg in wahrscheinlich 99,9% der Fälle kein Glück ist. Oft wird wohlhabenden oder/und erfolgreichen Menschen nachgesagt, dass sie echt Glück hatten und deswegen dort stehen, wo sie jetzt stehen. 

Ich halte das für einen Denkfehler. Natürlich gehört immer etwas Glück dazu aber es gibt nicht umsonst das Sprichwort: Das Glück ist mit den Tüchtigen. 

Ist es Glück wenn sich ein Aktienportfolio in 5 Jahren verdoppelt hat? Ja, vielleicht gehört etwas Glück dazu, dass in diesen 5 Jahren kein Finanzbeben stattgefunden hat und die Märkte sich so positiv entwickelt haben. 

Aber hätte sich der Aktionär nicht bemüht ein Depot zu eröffnen, die Aktienanalyse zu machen und letztendlich auch zu investieren, dann gäbe es auch nichts was sich überhaupt verdoppeln könnte, oder? 

Aktionen lösen immer eine oder mehrere Folgen aus. Das ist auch einer der Grundsätze in der Physik (das 3. Newtonsche Gesetz: Actio und Reactio). Selbst bei Lottogewinnen, für ein Gewinn gehört hier natürlich Glück dazu, muss zunächst ein Tippschein ausgefüllt und abgegeben werden bevor ein Gewinn überhaupt zustande kommen kann. 

Deshalb wird Erfolg nur durch einen Prozess, also eine Kette aus unzähligen Aktionen, erreicht.

Fazit

Ein Sparplan ist schnell erstellt. Aber genau so schnell ist er auch wieder aufgelöst oder “nur kurz ausgesetzt”. Aus diesem Grund ist ein starkes Fundament für den Vermögensaufbau extrem wichtig. 

Dieses Fundament bzw. (FIRE) Mindset brennt sich nicht nach einem Blog-Beitrag in deinen Kopf ein. Es erfordert einiges an Denkleistung bevor das Fundament wirklich stabil ist. Auf den ersten Blick sind einige Dinge davon selbstverständliche. 

Jedoch verspreche ich dir, dass es Phasen geben wird in denen Du deine gesamten Investitionen anzweifeln wirst – diese Phasen hatte ich natürlich auch bereits.

Es gibt für diese Art von Zweifel unzählige Auslöser – also sei gewappnet.

Damit der Prozess des Vermögensaufbau auch wirklich nachhaltig ist, muss zunächst der perspektivische Schalter in deinem Kopf von „kurzfristig“ auf „langfrisitig“ umgelegt werden.

Also steck regelmäßig dein kurzfristiges Verlangen zurück, um langfristig stark davon profitieren zu können. Sobald Du mit dem Vermögensaufbau begonnen hast, wirst Du mit Sicherheit auch regelmäßig “Glück” haben – dafür wird allein schon der Zinseszinseffekt sorgen.

Im nächsten Teil geht es um das Thema „Richtiger Umgang mit Geld gehen“. Zudem zeige ich dir anhand eines Beispiels welche Tragweite Fehlentscheidungen beim Thema Finanzen haben können.

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