Geld verdienen mit einem Online-Shop – Ich werde häufig gefragt wie aufwendig und ertragreich es ist, einen eigenen Online-Shop zu betreiben. Aus diesem Grund möchte ich gerne 2-3 Beiträge verfassen und dir einen Einblick in den Betrieb eines aktiven Shops geben.

Ich habe nun seit über einem halben Jahr einen eigenen Online-Shop mit zwei Geschäftspartnern. Da ich im Vorfeld keinen wirklichen Plan von diesem Business hatte, bin ich langsam an einem Punkt wo ich doch schon den einen oderen anderen Insight geben kann.

Für mich ist der Online-Shop eine weitere Einkommensquelle für meinen diversifizierten Vermögensaufbau. Jedoch ist der Online-Shop für mich nicht nur eine Einkommensquelle, sondern zugleich eine Spielwiese, um meine eigenen “digitalen Skills” und mein Verständnis für Online-Marketing etc. weiter auszubauen.

In diesem Beitrag möchte ich gerne die 4 gängigsten Geschäftsmodelle von Online-Shops vorstellen und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile der Businesses aufzeigen.

Solltest Du mit dem Gedanken spielen einen eigenen Online-Shop zu starten und das Ganze bspw. als Nebentätigkeit/ Side Hustle aufzusetzen, solltest Du diesen Beitrag definitiv lesen.

Let’s Go!

Die Vorteile eines Online-Shop als Einkommensquelle 

Zunächst möchte ich dir gerne diverse Gründe nennen weshalb ein Online-Shop eine tolle Möglichkeit für eine weitere Einkommensquelle darstellt, um bspw. das Ziel finanzielle Freiheit zu erreichen.

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich den FIRE Lifestyle sozusagen lebe und versuche nach und nach eine Unabhängigkeit aufzubauen. Da ich ein großer Freund von Divesifikation bin, möchte ich auch nicht alle Eier in einen Korb legen. Vielmehr schwebt mir eine Kombination aus diversen Einkommensströmen vor.

Mein Aktien Depot besteht bislang primär aus Aktien und REITs. Im besten Fall haben die unterschiedlichen Einkommensströme keine Korrelationen untereinander, entwickeln sich also völlig unabhängig voneinander. 

An diesem Punkt komme ich auch schon zum ersten Vorteil eines Online-Shops.

Online-Shops können stark unabhängig von der wirtschaftlichen Situation sein

Mit Aktien versucht man durch Diversifikation ebenfalls die Schwankungen grundsätzlich zu reduzieren. So legt man sich bspw. Performance Starke (Tech)-Aktien ins Depot und zusätzlich sehr konservative Titel wie bspw. Johnson & Johnson.

Das selbe Prinzip kann man beim eigenen Online-Shop anwenden. Je nachdem welche Produkte verkauft werden, kann man sich extrem stark neutral zum allgemeinen Wirtschaftsgeschehen positionieren.

Die anhaltende Corona Krise ist ein wahnsinnig gutes Beispiel für diesen Mechanismus. Ein Anbieter von Fußball-Equipment hat derzeit immense Umsatzeinbrüche zu verbuchen, da die Sportart nahezu zum Erliegen gekommen ist.

Anbieter von Home-Fitness Equipment oder Healtcare (bspw. Desinfektionsmittel 🙄 oder Atemschutzmasken) haben derzeit vermutlich nur eine Schwierigkeit. Woher kriegt man schnell neue Ware?

Bei der Wahl der zu verkaufenden Produkten sollte man sich daher umfangreiche Gedanken machen, wie sich die Nachfrage vermutlich in gewissen Situationen verhält. Dadurch lässt sich das Einkommen neutral vom Marktgeschehen erweitern.

Online-Shops sind digitale Geschäftsmodelle

Ein weiter sehr interessanter Aspekt ist das digitale Geschäftsmodell von Online-Shops im Gegensatz zu einem physischen Einzelhändler. In der derzeitigen Corona Krise spüren es Inhaber von klassischen und eher nicht digitalen Geschäftsmodellen die Digitalisierung mehr denn je. 

Die Corona Welle wälzt sozusagen alles nicht digitale einfach nieder durch die Ausgangsbeschränkungen und den annähernden Stillstand der Volkswirtschaft. 

Online-Shops können sich vollständig in der digitalen Welt befinden und sind so unabhängig von Ausgangsbeschränkungen oder anderen Situationen. 

Klar, dieses Argument zählt natürlich nur unter der Prämisse, dass die ganze Supply-Chain bzw. Wertschöpfungskette nicht kollabiert. Angefangen vom Produzenten über die Spedition bis hin zum Paketboten der die Ware letztendlich dem Kunden zustellt – an diesen Stellen ist ein Online-Shop natürlich auch verwundbar.

Alle Risiken können NIEMALS ausgeschlossen werden. Die Möglichkeiten der Digitalisierung im Geschäftsmodell bietet aber riesige Vorteile gegenüber klassischen Geschäftsmodellen. Ein Online-Shop ist ein sehr simples Business das genau von dieser digitalen Wirtschafts profitieren kann.

Online-Shops können stark skalierbar sein

Dadurch, dass das Geschäftsmodell vollständig digitalisiert und sogar automatisiert werden kann, bieten Online-Shops wahnsinnig großes Potenzial zur Skalierung. Wie bei fast allen digitalen Geschäftsmodellen müssen im Vorfeld sehr viele Dinge eingerichtet und auf die Beine gestellt werden bevor es losgehen kann. Oftmals ist Ramp-Up-Time daher sehr hoch.

Die Belohnung für die umfangreiche Anbahnungsphase ist aber ein skalierbares Geschäftsmodell. Das bedeutet, sobald mit dem Vertrieb von Produkten begonnen werden kann und der Shop sowie die angebotenen Produkte stehen, macht es keinen Unterschied mehr ob 5 Bestellungen oder 5.000 Bestellungen am Tag verarbeitet werden.

Zudem sind potenzielle Kunden bei einem Online-Shop nicht nur der Ort in dem sich ein Geschäfts befindet, sondern eben ganz Deutschland, die EU oder sogar die ganze Welt. Nach und nach können unzählige weitere potenzielle Kunden angesprochen werden und entsprechend steigt das Absatzpotenzial stark an.

Online-Shops sind orts- und zeitunabhängig

Für viele ist die Unabhängigkeit von der eigenen physischen Präsenz ein sehr wichtiger Faktor für die Wahl eines “Jobs”. Die traditionelle Festanstellung erlaubt in wahrscheinlich mehr als 95% der Fälle keine Orts- oder Zeitabhängigkeit. Die meisten Jobs erfordern eben, dass man zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr im Büro ist.

Dabei wird oft nicht die eigentlich Arbeitsleistung vergütet, sondern eben die physische Anwesenheit. Ein Grund dafür ist oft auch, dass die vollbrachte Leistung nicht oder nur extrem schwer quantifizierbar ist. Und wenn etwas nicht gemessen werden kann, dann kann es auch nicht leistungsgerecht vergütet werden.

Online-Shops lassen sich, bis auf ein paar minimale Einschränkungen, vollständig immer und überall betreiben. Ab und zu sollte man sich schon auch physisch mit dem eigenen Produkt beschäftigen oder den Produzenten bspw. vor Ort besuchen, um eine bessere Beziehung aufzubauen.

Bis auf diese Ausnahmen macht es aber fast keinen Unterschied von wo die eigene Arbeit verrichtet wird.

Online-Shops können zu einem Vermögenswert/ Asset werden

Wer kennt die Situation nicht? Man arbeitet eine gewisse Zeit in einer Festanstellung und hat ein nettes Team. Plötzlich entscheidet sich ein Teammitglied zu kündigen auf Grund eines Job-Wechsels zu einem anderen Arbeitgeber. Man hat eine enge Beziehung aufgebaut und sieht diese Kollegen oft häufiger als die eigene Familie.

Im ersten Moment kann man es sich überhaupt nicht vorstellen, wie es sein wird ohne diesen Kollegen im Team zu haben – der Abschied fällt schwer. Die ersten Tage und Wochen fühlen sich komischen an aber schon sehr bald ist ein neuer Alltag eingekehrt und eine andere Person sitzt plötzlich auf dem Stuhl des alten Kollegen – die Geschichte beginnt wieder von vornen.

In diesem Moment wird es vielen bewusst, wie einfach austauschbar man als Angestellter ist. Wenn Du die Arbeit nicht verrichtest, macht es eben ein Anderer. 

Was bleibt nach einer langjährigen Zeit bei einem Arbeitgeber? Meistens nichts weiter als ein feuchter Händedruck und ein Dankeschön. Es wurde zwar Geld verdient in der Zeit als Angestellter, jedoch wurde kein Vermögenswert aufgebaut da man nur Mitspieler ist und nur einen Wert für die Eigentümer der Firma geschaffen hat – nicht für sich selbst.

Baut man sich hingegen ein eigenes Business auf und steigert Jahr für Jahr die Gewinne, kann nicht nur zunehmend mehr Geld ausbezahlt werden, sondern es wächst auch ein Vermögenswert. Oftmals ist dieser Vermögenswert nach einigen Jahren bei Weitem mehr Wert als das was man sich selbst als Gehalt ausbezahlt hat. 

Wird nun von Beginn an das Geschäftsmodell so aufgebaut, dass es sich zu einem späteren Zeitpunkt leicht verkaufen lässt, kann dieser Vermögenswert nochmals deutlich wertvoller werden.

Möchte man hier nun die Arbeit niederlegen, bekommt man eben nicht nur ein feuchte Händerdruck, sondern kann das bestehende Geschäfts für viel Geld verkaufen. Im besten Fall reicht der Erlös sogar, um das restliche Leben zu bestreiten.

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Welche Arten von Online-Shops gibt es?

Der Begriff Online-Shop ist sehr vielseitig und die Geschäftsmodelle haben sich mit der Zeit immer weiter entwickelt. Neben dem klassischen Geschäftsmodell: Ich suche mir ein Produkt und verkaufe es in meinem Shop – haben sich weitere Arten gebildet. 

Daher möchte ich dir zunächst eine Übersicht über die vielseitigen Geschäftsmodelle geben.

Das klassische Online-Shop Geschäftsmodell

Unter dem klassischen Online-Shop verstehe ich, dass man sich auf eines oder mehrere phyische Produkte fokussiert. Dabei werden die Produkte von einem Lieferanten bezogen und der anschließende Vertrieb über einen eigenen Shop umgesetzt.

Als Shop-System bietet sich hier bspw. WooCommerce, Shopify oder WIX an. Es gibt noch weitere Systeme aber nach meinen Erfahrungen sind das die gängigsten und auch einfachsten Möglichkeiten. Ich habe bis jetzt den Großteil meiner Erfahrungen mit Shopify gesammelt.

Beim klassischen Online-Shop ist auch die traditionelle Lagerhaltung eine besondere Eigenschaft. Am Anfang kann noch von zu Hause aus agiert werden und die Ware bspw. in der Garage oder im Keller gelagert und von Hand versendet werden. 

Wird das Business jedoch größer, kommt man nicht drum herum ein eigenes Lager bzw. Ein Teil eines Lagers anzumieten.

Der Prozess beim Aufbau sieht dann in etwas wie folgt aus:

  1. Man sucht sich eine Nische und dazu passende Produkte aus (Bspw. Hunde Spielzeug o.ä.). Die Nische sollte genug Potenzial haben und im besten Fall fokussiert man sich auf Produkte, für die man persönlich auch eine gewisse Affinität hat.
  2. Im nächsten Schritt sucht man einen passenden Lieferanten der die gewünschten Produkte in der entsprechenden Stückzahl liefern kann.
    Achtung: Speziell am Anfang, wenn die Stückzahlen noch klein sind, gibt es oft wenige Lieferanten, die bereits in kleiner Stückzahl liefern.
  3. Die Bestellung von Probe-Produkten, sogenannte Samples, und anschließende Bestellung der richtigen Lieferung.
    Achtung: Ein Online-Shop kann schnell sehr kapitalintensiv werden. Es ist absolut möglich mit 1.000 – 2.000€ zu starten, jedoch wird es schnell teurer. Dabei darf auch der Transport in der Kalkulation nicht vernachlässigt werden.
  4. Die Erstellung und der Launch des Online-Shops. Das Ganze ist mittlerweile weniger technisch als man zunächst denkt – an dieser Stelle möchte ich dir gerne etwas die Angst nehmen. Wer hier bereit ist etwas Zeit und Mühe zu investieren, kommt relativ schnell zu einem tollen Ergebnis. YouTube, Google & Co. helfen hier bei quasi jeder Fragestellung weiter!
  5. Dann kann es auch schon losgehen und Du kannst deine Produkte aufdDeinem Online-Shop bewerben und verkaufen

Ich habe hier eine kleine Grafik erstellt, um zu erläutern wie das Geschäftsmodell: klassischer Online-Shop in seiner simpelsten Form funktioniert.

Klassischer Online-Shop - das Geschäftsmodell

Im Prinzip kann man den gesamten Prozess relativ zügig umsetzen. Ich denke es ist realistisch innerhalb von 3 – 6 Monaten den ersten Sale als Anfänger zu generieren. Hierbei ist besonders die Wahl der Produkte und des Lieferanten ein Zeitfresser. 

Wer bspw. eigenen Honig verkauft, kann natürlich viel schneller mit dem Vertrieb starten als wenn bspw. Ware aus Asien bezogen wird.

Der erste Sale an eine fremde Person ist übrigens ein wirklich unglaubliches Gefühl 🙂

Das FBA Geschäftsmodell

Bevor ich auf die Steps hin zum eigenen FBA Business eingehen, möchte ich zunächst erläutern was überhaupt FBA bedeutet. Diese drei Buchstaben sind eine Abkürzung für die Begriffe: Fulfilment by Amazon. 

Fulfilment by Amazon bedeutet, dass die komplett Kaufabwicklung von Amazon übernommen wird. Du hast dadurch eigentlich keine Berührungspunkte mehr mit dem Produkt & Kunden und deine Hauptaufgabe besteht darin, dass Du gute Produkte bereitstellst und den Vertrieb über die Amazon-Plattform perfektionierst.

Das Ganze läuft so ab:

  1. Gleich wie beim klassischen Online-Shop Geschäftsmodell
  2. Ebenfalls gleich wie beim klassischen Online-Shop Geschäftsmodell
  3. Ebenfalls gleich wie beim klassischen Online-Shop Geschäftsmodell
  4. Hier unterscheidet sich der Prozess beim FBA Geschäftsmodell vom klassischen Online-Shop. Du musst dir an dieser Stelle nur einen Amazon Seller Account erstellen und dort dein Produkt/ deine Produkte einpflegen. Der Prozess ist relativ selbsterklärend und im Notfall hilft auch hier YouTube und Co. bei den Hürden.
  5. An dem Punkt kann es auch schon losgehen und es ist definitiv weniger technisches Know-How erforderlich im Gegensatz zum klassischen Online-Shop.

Hier die Grafik zum Geschäftsmodell: FBA Online-Shop in seiner simpelsten.

FBA Online-Shop - das Geschäftsmodell

Der Schlüssel beim FBA Geschäftsmodell ist die Perfektionierung des Vertriebs über Amazon. Das bedeutet: über Amazon kann man ähnliche wie bspw. bei Google Werbung schalten. Diese Werbung, das sogenannte Performance-Marketing, hilft dir dabei auch am Anfang bereits viele Verkäufe zu generieren. 

Im Lauf der Zeit wird dein Produkt auf der Angebotsseite dann immer weiter nach vornen wandern und die organischen Verkäufe werden entsprechend zunehmen. Gelingt es nicht die Werbung auf Amazon effektiv & effizient zu bekommen, wirst Du sehr viel Geld vernichten ohne genügend Verkäufe zu generieren.

Tendenziell lässt sich dieses Business noch schneller starten, der Flaschenhals Produktsuche und -beschaffung bleibt aber bestehen.

Das Drop-Shipping Geschäftsmodell

Drop-Shippinh: Noch ein seltsamer englischer Begriff der eine Art von einem Online-Shop beschreibt. Vermutlich wurdest Du in irgendeiner Art von Werbung auf YouTube und Co. in den letzten Monaten bereits von diesem Geschäftsmodell gehört haben – ihr wisst schon, die Werbungen wo Leute mit Geld in der Hand in die Kamera sprechen.

Das Geschäftsmodell Drop-Shipping ist aber eigentlich gar nichts komplett neues, sondern gibt es schon seit Ewigkeiten auch im deutschsprachigen Raum. 

Drop-Shipping ist nicht anderes als das sogenannte Streckengeschäft – klingt aber weniger beeindruckend wie Drop-Shipping und eignet sich nicht so gut für Geld-Wedel-Werbung.

Im Gegensatz zum klassischen Online-Shop oder dem FBA Geschäftsmodell, muss beim Drop-Shipping keine Ware vorfinanziert und eingelagert werden.

Man selbst übernimmt lediglich den Vertrieb, der Versand erfolgt dann direkt vom Produzenten an den Käufer und nicht an dich. 

Der Aufbau läuft wie folgt ab:

  1. Gleich wie beim klassischen Online-Shop Geschäftsmodell
  2. Ebenfalls gleich wie beim klassischen Online-Shop Geschäftsmodell
  3. Dieser Schritt unterscheidet sich von den vorherigen Geschäftsmodellen. Es muss keine Ware in größerer Stückzahl bestellt und eingelagert werden, da die Lagerhaltung und der Versand vom Lieferanten selbst übernommen wird für dich. Hierfür gibt es mehrere Plattformen über die das Geschäftsmodell umgesetzt werden kann. Der Klassiker ist hier bspw. AliExpress. 
  4. Hier ist der Prozess identisch zum klassischen Online-Shop. 
  5. An dem Punkt kann es auch schon losgehen und es ist definitiv weniger kapitalintensiv im Vergleich zum klassischen Online-Shop oder FBA Business.

Die Grafik zum Geschäftsmodell: Online-Shop mit Drop-Shipping bzw. Streckengeschäft.

Online-Shop mit Drop-Shipping bzw. Streckengeschäf - das Geschäftsmodell

Vorteil hier: Die Produkte müssen nicht erst in einer großen Stückzahl gefertigt und zu dir geschickt werden. 

Der Online-Shop mit Done-For-You Produkten

Abschließend gibt es natürlich auch noch den Online-Shop mit Done-For-Your Produkten. Im Prinzip ist es exakt identisch zum klassischen Online-Shop. Der einzige Unterschied liegt darin, dass kein Standardprodukt verkauft wird, sondern ein oft hoch individuelles Produkt zugeschneidert auf die Wünsche des Kunden verkauft wird.

Als Beispiel ist hier ein individueller Parfümduft, ein Kunstwerk oder ein spezielles Möbelstück zu nennen. Durch die Individualität können hohe Preise abgerufen werden, ist aber mit dem Aufwand der Fertigung verbunden.

  1. Dieses Geschäftsmodell macht eigentlich nur Sinn, wenn Du einen gewissen Skill hast und dabei Produkte fertigst. Entsprechend solltest Du wissen, was Du hier verkaufen könntest – daher bietet sich diese Variante nur in sehr wenigen Fällen überhaupt an.
  2. Der Lieferant bist in diesem Fall Du selbst :).
  3. Du kennst natürlich auch die Qualität etc. deiner Produkte.
  4. Hier gilt das selbe wie beim klassischen Online-Shop – baue einfach einen Web-Shop auf.
  5. Dann kann es auch schon losgehen und Du kannst deine eigens gefertigten Produkte auf deinem Online-Shop bewerben und verkaufen. 

Abschließend noch die Grafik zum Geschäftsmodell: Online-Shop mit Done-for-You Produkten in seiner simpelsten Form.

Online-Shop mit Done-for-You Produkten - das Geschäftsmodell

Was sind die Vor- und Nachteile der Geschäftsmodelle?

Da Du nun die gängigsten Geschäftsmodelle eines Online-Shops kennst, möchte ich dir in diesem Abschnitt einen Überblick über die jeweiligen Vor- und Nachteile der vier Shops geben. 

Einige Eigenschaften lassen sich vermutlich schon aus der vorherigen Beschreibung ableiten. Andere sind eventuell nicht ganz offensichtlich und werden erst klar, wenn man etwas Erfahrung im jeweiligen Business gesammelt hat.

Das klassische Online-Shop Geschäftsmodell – Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • 100% Kontrolle über jeden Prozessschritt
  • Geringe Kosten, da alles selbst gemacht wird – entsprechend hohe Margen möglich
  • Völlig individueller Shop, passend zu den Produkten möglich
  • Das Sammeln und verwenden von E-Mail Adressen für Marketingzwecken

Nachteile

  • Viel Aufwand bis zum Start notwendig
  • Beim Start hat man in der Regel eine Kundenreichweite von 0
  • Vielseitiges Wissen vom Produkt, über die technische Shop-Umsetzung bis hin zum Marketing über diverse Channels notwendig
  • Die Lagerung und die Abwicklung des Versands/der Retouren kann je nach Quote sehr zeitaufwendig sein
  • Nicht zu vernachlässigender Kapitalbedarf

Das FBA Geschäftsmodell

Vorteile

  • Enorme Kundenreichweite (alle Amazonkunden) direkt ab Start
  • Weniger technisches Know-How notwendig, da die Produkte nur in der Amazon Plattform eingepflegt werden müssen
  • Primär reicht es aus einen Marketing-Channel zu beherrschen – Amazon Werbung
  • Kein Aufwand für Lagerung, Versand und Retouren, da alles outgesourced wird

Nachteile

  • Amazon kostet viel Marge. Bei einem Umsatz von 10€ gehen ca. 4€ (40%) direkt an Amazon
  • Amazon-Werbung ist komplex und kann schnell zum Geldfresser werden
  • Gut laufende Produkte werden oft nach und nach von “Amazon Basic Produkten” gekapert
  • Die Amazon-Verkäufer-Plattform ist extrem verbuggt und das Beheben von Fehlern kann oft Monate dauern (wir hatten bspw. ein Problem mit unserer Marke, das Ganze hat sich von November ‘19 bis Februar ‘20 gezogen bis es aus der Welt geschafft war)
  • Es gibt nur wenig Individualisierungsmöglichkeiten (Listing, A+ Content und Brand Shop)
  • Nicht zu vernachlässigender Kapitalbedarf

Das Drop-Shipping Geschäftsmodell

Vorteile

  • Kein Risiko für vorfinanzierte Waren
  • Extrem geringer Kapitalbedarf
  • Geringe Kosten für den Online-Shop
  • Hoch individueller Shop möglich
  • Launch von neuen Produkten ist sehr schnell möglich

Nachteile

  • Lieferzeiten von oft >30 Tage bis das Produkt beim Kunden ankommt (da es direkt aus China bspw. kommt)
  • Produkte sind kaum individualisierbar → Produkte von der Stange
  • Keine Kontrolle über die Qualität
  • Bestellung und Verpackung lässt sich oft nicht vernünftig individualisieren
  • Umfangreiches technisches Wissen für den Shop und das Marketing notwendig
  • Retouren können problematisch sein -> rechtliche Grauzone im Fall von Reklamationen

Der Online-Shop mit Done-for-you Produkten

Vorteile

  • Ähnliche Vorteile wie beim klassischen Online-Shop
  • Produkte müssen nicht vorfinanziert werden, da auf Bestellung produziert wird
  • Durch volle Individualität können Premium-Margen erzielt werden
  • Hobby zum Beruf machen (Bspw. selbst gestrickte Socken verkaufen)
  • Absolut das risikoärmste Geschäftsmodell, da nur auf Bestellung produziert wird

Nachteile

  • Die Fertigkeit ein Produkt herzustellen ist notwendig und kann oft nicht einfach “erlernt” werden
  • Viel Zeitaufwand für die Fertigung der Produkte
  • Je nach Produkt ist es nicht einfach die Individualität über ein “Standardprodukt” im Online-Shop abzubilden → Evtl. sogar ein Produkt-Konfigurator notwendig
  • Skalierbarkeit ist oft nicht möglich

Fazit

Online-Shops, unabhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell, bieten eine tolle Chance, um das eigenen Einkommen zu erweitern und dabei noch zu diversifizieren. Hierfür muss jedoch die eigene Nische und die jeweiligen Produkte genau durchdachte werden, um den gewünschten Diversifizierungseffekt erzielen zu können.

Alle der vier dargestellten Online-Shop Geschäftsmodelle haben eigene Vorteile und Nachteile. Letztendlich muss man sich hier selbst für ein Modell entscheiden. Hierbei möchte ich auch noch erwähnen, dass im Nachhinein das Geschäftsmodell mit relativ geringem Aufwand noch gewechselt werden kann

Sollte es sich rausstellen, dass ein Geschäftsmodell nicht ideal zur eigenen Situation passt, ist das also kein Beinbruch.

In der folgenden Darstellung habe ich noch die jeweiligen Geschäftsmodelle in einer kleinen Tabelle anhand den fünf Kriterien bewertet: 

Bewertung Online Shop Geschäftsmodelle Fire lifestyle

Diese Bewertung ist natürlich eher subjektiv und entspricht meiner eigenen Wahrnehmen/ Erfahrung. Je nachdem wie man die jeweiligen Eigenschaften für sich selbst gewichtet, können sich natürlich andere Bewertungen ergeben. 

Was hältst Du von meiner Einschätzung?

Ich möchte demnächst noch einen Beitrag verfassen über meine Erfahrungen im FBA. In diesem Beitrag werde ich dir auch vom Schlüssel zum nachhaltig erfolgreichen Online-Shop verraten.

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DISCLAIMER: FIRElifestyle ist keine Anlageberatung!
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