Bevor es hier richtig losgeht mit den Blogposts (ich hoffe echt, dass ich genug Zeit finde zum bloggen und es so läuft wie ich mir das vorstelle), möchte ich zunächst eine Momentaufnahme vom Zeitpunkt des Starts von FIRElifestyle, also jetzt, festhalten. Hiermit möchte ich einen konkreten Punkt festlegen, auf den ich mich zukünftig beziehen kann, um die Entwicklungen besser darstellen zu können.

Nach einem Jahr kann ich dann feststellen, ob und wie sich bspw. mein Aktiendepot oder sonstige Einkommensquellen verändert haben. Um der Momentaufnahme eine Struktur zu geben, habe ich mir mehrere Kategorien überlegt, die alle mehr oder weniger wichtig zur Erreichung des Ziels meiner Mission sind.

1. Persönliche Ausgangssituation

Dieser Punkt ist vermutlich weniger relevant für meine eigentliche Mission zur finanziellen Freiheit. Dennoch möchte ich meine persönliche Ausgangssituation kurz skizzieren, damit man einen Eindruck bekommt, wie meine derzeitigen Rahmenbedingungen sind.

Ich bin zum jetzigen Zeitpunkt 26 Jahre alt und habe seit mittlerweile fast 5 Jahren eine Freundin. Bis zum Ende meiner Studienzeit habe ich die meiste Zeit zuhause bei meinen Eltern gewohnt (Tipp: Zuhause wohnen hat Vor- & Nachteile – aber was eindeutig ist: man spart definitiv viel Geld 👍🏻). Mittlerweile wohne ich seit ca. 1 Jahr mit meiner Freundin in einer gemeinsamen Wohnung in Stuttgart. Neben uns beiden haben wir noch einen weiteren Mitbewohner, den kleine Donut 🐕. Zudem besitze ich ein eigenes Auto, genauer einen etwas älteren VW Golf. Ein Auto ist echt ein erheblicher Kostenfaktor, aber leider schaffe ich es aktuell (noch) nicht komplett darauf zu verzichten …

2. Bildungshintergrund

Bevor ich hier meine absolvierte Bildungslaufbahn kurz skizziere, möchte ich vorwegnehmen, dass meiner Meinung nach die schulische und akademische Bildung so gut wie keinen Einfluss auf die Fähigkeit den FIRElifestyle zu starten haben. Wieso ich das denke, werde ich zu einer späteren Zeit in einem weiteren Blog-Post etwas genauer erläutern.

Nun zurück zu mir. Nach der Grundschule habe ich eine Realschule zum Erwerb der mittleren Reife besucht. Bereits gegen Ende dieser Schulzeit wusste ich, dass ich etwas im Bereich Wirtschaft und Finanzen machen möchte. Zu dieser Zeit war ich schon ziemlich aktiv in der Online-Gaming-Welt wofür viel Zeit draufgegangen ist. Nachdem ich anschließend nicht den Sprung auf ein berufliches Wirtschaftsgymnasium geschafft hatte, fing ich an einem 2-jährigen kaufmännischen Berufskolleg an. In dieser Phase hatte ich meinen „Hochpunkt“ in meiner WoW-Karriere erreicht und entsprechend haben meine schulischen Leistungen gelitten. Eigentlich war der Plan direkt ein Studium nach dem erfolgreichen Abschluss zu beginnen, doch das war mit dem damaligen Notenschnitt nicht denkbar. Deshalb habe ich eine weitere schulische Etappe eingeschoben. Ich bewarb mich auf einen Platz an einer Wirtschaftsoberschule, um zusätzlich mein Abitur zu machen. Glücklicherweise habe ich einen Platz erhalten und nach 2 Jahren ein gutes Abitur geschrieben.

Nach meinem Abitur war es endlich soweit – ich konnte mich um einen Studienplatz bewerben. Ich habe mich für ein duales Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im Studiengang BWL-Bank entschieden (ich kann dieses Studien-Modell wirklich empfehlen, da es ein top Mix aus Theorie und Praxis bietet). Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits ein erhebliches Interesse am Finanzmarkt entwickelt und die ersten Aktien gekauft. Deswegen war auch die Entscheidung für diesen Studiengang in Kooperation mit einer Bank naheliegend. Ich konnte in diesen 3 Jahren wirklich einiges an Wissen mitnehmen, dennoch war ich etwas enttäuscht von den Studieninhalten – später stellte sich aber heraus, dass die Bildung sehr gut war. Während dieser Zeit habe ich mich immer mehr selbständig in den Finanzbereich eingearbeitet und mich in meiner Freizeit viel mit Finanzmärkten beschäftigt. Direkt nach dem Bachelor hatte ich die Schnauze voll vom Studium und ich nahm ein Übernahmeangebot vom meinem damaligen Studiums-Betrieb an. Später entschied ich mich dann doch noch für ein Master-Studium, um primär auch noch einen Auslandaufenthalts zu absolvieren. Das Programm sollte möglichst schnell absolviert werden können. Daher war das Master International Management Programm (IPBS MIM) an der ESB Business School in Reutlingen perfekt für mich. Ich habe so im November 2018 einen Master of Science in nur 14 Monaten abgeschlossen 😊 – was aber zugleich das Ende (wer weis… aber aktuell ist kein weiteres Studium mehr geplant) meines schulischen/akademischen Bildungsweges darstellte.

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3. Berufliche Laufbahn

Mittlerweile habe ich doch schon einiges an Berufserfahrung sammeln können, deshalb lohnt es sich meine Stationen kurz darzustellen. Hier gilt ebenfalls: beim Job baut man primär fachliche und soziale Skills sowie Kontakte auf. Dennoch liefern die meisten Jobs aber ebenfalls keinen wirklichen Mehrwert für den Start des FIRElifestyles.

Mein erster Job war das wöchentliche Zeitungen austragen mit einem Kumpel – das ganze habe ich ca. 2 Jahre gemacht. Bis zum späteren Start meines Studiums hatte ich dann keine weitere berufliche Beschäftigung verfolgt und mich primär dem Zocken und der Börse gewidmet. Erst durch den Beginn meines Studiums bekam ich einen vielseitigen Einblick in unterschiedliche Abteilungen einer Bank – die Vielseitigkeit hatte mich anfangs echt überrascht. Hier gefiel mir vor allem der Bereich Controlling und Firmenkundenberatung. Nach dem Bachelor-Studium nahm ich ein Angebot bei derselben Bank im Bereich Vertriebscontrolling an (ich hatte zu diesem Zeitpunkt echt die Schnauze voll vom Bulimie-Lernen…) und hatte dann mit meinen Kollegen eine gute Zeit bis mein Master los ging. Anschließend war ich für einige Monate als Werkstudent während meines Masters in einem TGA-Ingenieurbüro im Bereich Finanzen tätig, um mir etwas dazu zu verdienen.

Gegen Ende meines Studiums habe ich mir dann wirklich viele Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht. Ich habe mir viele Dinge angesehen und mich dann für den Einstieg bei einer M&A-Boutique entschieden. Für mich war bei der Wahl des Unternehmens entscheidend, dass ich meinen Chef und einen weiteren Kollegen auf einer Berufsmesse kennengelernt habe. Wir hatten direkt einen wirklich guten Draht zueinander. Neben dem persönlichen Einfluss bietet dieser Job in meinen Augen eine ideale Kombination aus selbständiger Arbeitsweise, quantitativer Tätigkeit, strategischer Denkweise und viel Kontakt zu Mandanten. Bis jetzt habe ich die Entscheidung absolut nicht bereut und man bekommt eine wahnsinnig steile Lernkurve geboten.

4. Finanzielle Ausgangssituation

Nach den ganzen “Soft-Facts” die sich nur indirekt auf den FIRElifestyle auswirken, kommen wir jetzt zu den Hard-Facts. Ich möchte vorwegnehmen, dass ich es aktuell für nicht relevant halte genaue Zahlen zu nennen – ich fühle mich damit aktuell nicht wohl, was sich aber auch zukünftig ändern könnte. Das gilt sowohl für mein Dividenden-Portfolio, mein Options-Konto als auch für sonstige “Vermögenswerte”. Meiner Meinung nach ist es völlig egal, ob das Depot aus 2, 40 oder 900 TEUR besteht. Viel wichtiger ist doch, dass man mit dem FIRElifestyle anfängt und regelmäßig Fortschritte verzeichnen kann.

Vielleicht bin ich aber auch einfach zu Schwäbisch erzogen worden, denn im Schwabenland gilt: je tiefer man stapelt, desto besser. Es gibt hier auch den Spruch: von den Reichen lernt man das Sparen… naja so ist eben meine Einstellung.

Also zurück zu meinen Finanzen – ich hatte und habe das Glück, dass meine Eltern die Finanzen für mich über meine ganze Jugend hinweg verwaltet, also gespart und angeleg haben. Für mich war das in Ordnung und ich habe schon von Anfang an verstanden, dass ich später sehr sehr dankbar dafür sein werde. Genauso ist es heute auch gekommen – durch diese Methode, konnte ich direkt loslegen und nach und nach die fälligen Sparanlagen von der Bank in Aktien umschichten. Das Tolle daran ist, dass ich mich so Stück für Stück an das Thema herantasten konnte. Erst mit 500€ dann mit 1.000€ und so weiter. Zudem habe ich selbst immer fleißig gespart und bin aktuell bei einer monatlichen Sparquote von etwas über 40% (ich wäre gerne bei >=50% aber das gelingt mir noch nicht). Da ich nun bereits seit ein paar Jahren “OnFIRE” bin, kann ich auch schon wirklich gute Ergebnisse verzeichnen und bin extrem froh über diese Entscheidung.

Kürzlich hatte ich eine Diskussion mit einem Kommilitonen. Wir hatten uns über Marken Unterwäsche unterhalten (keine Ahnung wie wir auf das Thema gekommen sind…). Ich habe den Standpunkt vertreten, dass es mir völlig egal ist, ob auf meiner Boxershort ein tolles Logo ist oder eben nicht. Er sah das gegenteilig und erklärte mir, wie viel mehr Komfort teurere Unterwäsche bietet. Nach einer hitzigen Diskussion fragte er mich, was ich den sonst mit dem Geld machen würde als es in “sich selbst” zu investieren. Ich sagt zu ihm, dass ich lieber Geld für die Zukunft investiere und fügte an: der Unterschied zwischen uns ist mein Aktiendepot woraus ich einen monatlichen Cash-Flow erhalte und mir theoretisch ständig neue Unterwäsche leisten könnte, ohne mein Vermögen dabei zu schmälern. Daraufhin war die Diskussion beendet und sein Interesse an FIRE war geweckt. Auf dieses Ergebnis war ich schon etwas stolz.

5. Aktive Einnahmequellen

Nun zuletzt noch meine derzeitigen Einkommensquellen. Ich habe die Quellen nach Höhe der monatlichen Einnahmen sortiert (absteigend, höchste Einnahme zuerst). Es ist dabei nicht verwunderlich, dass ich aktuell noch primär von meinem Gehalt lebe.

Quelle 1: Aktives Angestelltenverhältnis in einer mittelständischen M&A-Unternehmensberatung als “Analyst”. Es handelt sich dabei um eine 100% Beschäftigung (wobei es eigentlich eher 120% sind :D), wofür ich ein regelmäßiges, monatliches Einkommen erhalte.

Quelle 2: Cash-Flow aus meinem Dividenden-Portfolio. Das Depot besteht zum jetzigen Zeitpunkt aus 47 Einzelwerten, größtenteils habe ich dabei in US-Unternehmen investiert. Durch die Streuung erhalte ich hier regelmäßig einen kleinen Zufluss auf mein Konto.

Quellen 3: Aktiver Handel von Optionen als Stillhalter. Den wirklich aktiven Handel habe ich seitdem Beginn meiner Anstellung stark runtergefahren, da ich mir seit dem wirklich schwer tue dran zu bleiben. Kurz nach meinem Einstieg in der Unternehmensberatung erlitt ich ein paar Verluste (zu 100% waren diese durch mich selbst verursacht), da ich den Handel vernachlässigt und meine Regeln nicht eingehalten habe. Deshalb die Entscheidung diese Quelle stark runterzufahren. Ich plane aber aktuell das Thema wieder stärker anzugehen.

Quelle 4: Diverse wirklich kleine Anlagen, darunter: Genossenschaftsanteile von meiner regionalen Volksbank (diese bezahlt eine jährliche Dividende, ich glaub es sind so 4-5%, bei einem Ausfallrisiko von quasi 0%) und einem ausschüttenden Fonds (Dividende ca. 2-3%).

Es fühlt sich gut an, diese Aspekte nieder zu schreiben. Ich habe das Gefühl, als gebe mir dieser Post und dieser Blog einen richtigen Motivations-Boost, auch wenn es nicht einfach ist regelmäßig Posts zu schreiben.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen und euch zu etwas neuem zu motivieren.

DISCLAIMER: FIRElifestyle ist keine Anlageberatung!
Der aktive Handel an Finanzmärkten in allen Formen ist hochspekulativ. Dennoch möchte ich euch grundsätzlich ein neutrales Bild von meinen Aktivitäten übermitteln. Diese Darstellung dient lediglich zu Informationszwecken. Ich gebe niemals explizite Empfehlungen zur Geldanlage. Meine Aktivitäten können lediglich als Idee und Motiviation für dich selbst angesehen werden. Somit stellt FIRElifestyle keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Investments dar (§ 85 WpHG)

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