Geld verdienen mit Luxusuhren – ich werde oft mit der Frage konfrontiert, ob man mit Luxusuhren tatsächlich Geld verdienen kann bzw. was meine Meinung dazu ist. Ich hatte mich in der Vergangenheit ebenfalls bereits mit dieser Fragestellung beschäftigt und einige Erkenntnisse gewonnen. In diesem Beitrag werde ich alle gängigen Fragen rund um das Thema Luxusuhren als kurzfristiges oder langfristiges Investment zur Geldanlage oder für den schnellen Gewinn beantworten. 

Welche Arten von Uhren gibt es und was sind die Vor- und Nachteile?

Grundsätzlich unterscheidet man Uhren auf Grund des Mechanismus, der im Uhrengehäuse liegt und die eigentliche Zeitanzeige übernimmt. Hierbei gibt es zum einen Quarzuhren und zum anderen mechanische Uhren. Beide Arten haben eigene Vor- und Nachteile, die im Folgenden kurz dargestellt werden. Smartwatches werde ich in diesem Beitrag nicht berücksichtigen, da diese keine wirkliche Relevanz für Investment-Zwecke haben.

Quarzuhren sind mehr oder weniger elektrische Uhren. Als Energiespeicher liegt im inneren eine Batterie, die eine elektrische Spannung an ein sogenanntes Uhrenquarz abgibt. Durch die elektrische Spannung beginnt das Uhrenquarz zu schwingen. Die Schwingungen werden an eine Art Getriebe abgegeben, welches die hohe Schwingfrequenz solange minimiert, bis die gewünscht „Tick-Geschwindigkeit“ erreicht wird. Quarzuhren besitzen auch häufig ein LCD-Bildschirm, der zur Anzeige der Uhrzeit oder des Datums genutzt wird. Diese Art von Uhren wird meist maschinell gefertigt und zeigen die Zeit sehr präzise an. Die Zeitabweichung liegt ungefähr bei 30 Sekunden pro Monat und ist auf Grund der überschaubaren Technologie im Uhreninneren wirklich pflegeleicht, meist reicht der Wechsel der Batterie alle 1-2 Jahre aus.

Mechanische Uhren besitzen keine Batterie als Energiespeicher, sondern eine kleine Feder. Die gespeicherte Energie der Feder wird über an ein filigranes Schwingsystem übergeben, dieses stellt somit den eigentlichen Taktgeber der Uhr dar. Das Schwingsystem ist zudem für das typische ticken der Uhr verantwortlich. Je höher die Schwingungsanzahl desto flüssiger läuft der Sekundenzeiger. Grundsätzlich geht einer mechanischen Uhr niemals die Puste aus solange sie immer wieder aufgezogen wird. Das Aufziehen der Uhr kann sowohl händisch per Handaufzug oder automatisch (Automatik) beim Tragen der Uhr durch die Bewegung des Arms beim Gehen erfolgen. Durch den rein mechanischen Antrieb liegt die Zeitabweichung aber in der Regel über der einer Quarzuhr und beträgt ca. 5 Sekunden pro Tag. Mechanische Uhren sind eigentlich sehr pflegeleicht und müssen lediglich alle 5-10 Jahre geöffnet und einer Revision unterzogen werden, um Verschleißteile auszutauschen und die beweglichen Teile nach zu fetten.

Was versteht man unter der Kategorie Luxusuhren?

Es gibt keine einheitliche Definition für Luxusuhren. Jeder hat seine eigene Vorstellung von etwas „luxuriösem“. Luxusuhren haben meist mehrere Eigenschaften, die den Wert der Uhr definiert. Zum einen sind es die Features einer Uhr (Komplikationen im Fachgenre) wie bspw. die Anzeige der Mondphase, Wasserdicht bis viele hundert Meter tiefe, Chronographen zum Zeitstoppen oder die Anzeige einer zweiten Zeitzone. Neben den Komplikationen sind auch die verbauten Materialien und Verarbeitungsmethoden ein Indikator für Luxusuhren. Werden beispielsweiße Edelmetalle (wie bspw. viel Gold) oder Edelsteine (bspw. Diamanten) verbaut, steigt entsprechend auch der Preis der Uhr. Zudem führen die edleren Materialien ,wie zum Beispiel das verbaute Glas, auch die Widerstandsfähigkeit der Uhr gegen Gebrauchsspuren wie Kratzer oder ähnlichem. 

Meistens wird einfach der Preis einer Uhr als Kriterium für eine Luxusuhr herangezogen. Doch hierbei gilt ebenfalls, wie immer, dass der Preis immer relativ zu sehen ist. So ist für einen Topverdiener eine Uhr erst ab 10.000, 20.000 oder 100.000 Euro eine Luxusuhr, für einen Normalverdiener hingegen sind bereits Zeitmesser ab 1.000 Euro im Luxussegment angesiedelt. Nicht zu verachten ist hierbei, dass unter dem Aspekt des Werterhalts oder einer Wertsteigerung auch bereits Uhren ab 1.000 Euro wirklich stabil sein können.  

Weshalb können sich Luxusuhren als Investment rentieren?

In der Vergangenheit waren Luxusuhren primär eins: ein modisches Accessoire und zugleich ein Statement. Welche Uhren angesehen sind, hängen dabei meist vom Träger bzw. den Sozialen-Kreisen ab in denen sich der Träger bewegt. Im Business-Bereich zum Beispiel bestechen vor allem klassische und zeitlose Uhren, die eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Unter Profisportlern auf der anderen Seite sieht man häufiger sehr sportliche und modische Modelle. Bei dieser Trägergruppe müssen die Uhren vor allem eins: Auffallen um jeden Preis. 

Unabhängig vom Stil und der Optik haben mechanische Luxusuhren aber eine Gemeinsamkeit. Die Uhren sind handgefertigt und daher ist jede Uhr eigentlich ein Unikat. Darüber hinaus sind die produzierten Auflagen der Uhrenmodelle sehr begrenzt und auch oft zeitlich limitiert. Wie bei allen Gütern führen ein geringes Angebot und eine hohe Nachfrage zu steigenden Preisen. Speziell die Eigenschaft, dass Luxusuhren bei der richtigen Pflege ewig funktionsfähig sind, sorgen für einen nachhaltigen Wert.

Ein weiterer Aspekt sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Trend hin zu alternativen Investmentklassen nimmt stark zu, da die traditionelle Anlage in Spareinlagen bei Banken weiterhin unattraktiv ist bei dem derzeitigen Zinsumfeld. Deshalb steigt die Nachfrage nach Luxusgütern zunehmend wie beispielsweiße Luxusgüter (Uhren, Handtaschen…), Autos (primär Oldtimer), Kunst oder Investitionen in Länder und Wälder. Neben der Unabhängigkeit vom Zinsumfeld bieten alternative Investmentklassen auch eine Möglichkeit zur Diversifizierung des Vermögens. Wenn seither überwiegend in Aktien und Immobilien investiert wurde, können Luxusuhren eine gute Ergänzung des Portfolios sein und das Risiko eines Aktiencrashs abgemildert werden.

Welche Marken und Modelle können sich als Investment in Luxusuhren eignen?

Ähnlich wie bei Aktien kann man Luxusuhren in unterschiedliche Kategorien einordnen. Abhängig von der Kategorie kann sich die Preisstabilität bzw. Preisentwicklung stark unterscheiden. Auch hier gilt, ähnlich wie bei Aktien, keiner hat eine Kristallkugel womit die zukünftige Preisentwicklung vorhergesagt werden kann. Deshalb kann sowohl eine Einzelinvestition als auch der Aufbau eines richtigen Luxusuhren-Portfolios Sinn machen.

Es gibt zum einen „Blue-Chips“ unter den Luxusuhren. Bei Aktien wären das bspw. Unternehmen wie Microsoft, McDonalds oder Procter & Gamble, also Werte, die eine lange Historie aufweisen können und sich bereits über Jahrzehnte erfolgreich am Markt behaupten konnten. Bei Uhren sind das Modelle und Marken die stark nachgefragt werden und somit eine breite Interessentengruppe haben. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Uhren auch in Zukunft „liquide“ sind und der bezahlte Preis wieder erzielt werden kann bzw. die Luxusuhr sogar mit Gewinn verkauft werden kann. Zu den sogenannten Blue-Chip-Luxusuhren zählen speziell Modelle von Rolex oder Patek Philippe. Achtung: Nicht jedes Modell dieser Marken ist automatisch ein gutes „Basisinvestment“. Bei Rolex bspw. sind es speziell Uhren mit Gilt-Schriftzug (eine goldene Beschriftung auf dem Ziffernblatt). In der Regel sind es aber Modelle von traditionsreichen Uhrenmanufakturen wie Rolex, Patek Philippe, Glashütte oder auch Hublot.

Neben den Blue-Chip-Modellen gibt es auch Exoten unter den Luxusuhren. Bei Aktien spricht man hier von Wachstumstiteln die gegenwärtig noch in der Wachstumsphase sind und eine hohe jährliche Wachstumsrate aufweisen, deutlich zweistellig ist hier die Regel. Bei Luxusuhren handelt es sich in dieser Kategorie meist um neu erschienene Uhrenmodelle, die Merkmale besitzen, bei denen in Zukunft eine hohe Wertsteigerung erwartet werden kann. Ein Beispiel hierfür ist ein beliebtes Uhrenmodell, das auch von einem anderen Hersteller in einem sehr ähnlichen Modell hergestellt wurde. Oftmals ist das Vergleichsmodell stark unterbewertet im Vergleich zum „Original“.

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Wie kann man mit Luxusuhren Geld verdienen?

1. Möglichkeit: Kaufen und Verkaufen

Die erste Möglichkeit mit Luxusuhren Geld zu verdienen ist ziemlich offensichtlich. Ich habe bereits erwähnt, dass einige Uhrenmodelle stark limitiert sind bzw. die Nachfrage einfach deutlich größer ist als das Angebot. Daher ist es unvermeidlich, dass die Uhren über die Zeit an Wert gewinnen. Diese Eigenschaft nutzt man und verkauft die jeweilige Uhr nach dem gewünschten Zeitraum. Dieser Weg kann sehr lukrativ sein was ich an einem kurzen Beispiel erklären möchte.

Wenn man auf die offizielle Rolex-Internetseite geht und bspw. nach der grünen Submariner Date sucht (Modell: 116610LV), findet man aktuell folgende Information zu der Uhr, die in der Szene auch als „Hulk“ bekannt ist. Die Uhr wird zu einem Preis von 8.200 Euro angeboten. Schaut man sich im nächsten Schritt die Preise auf einem der größten Uhrenmarktplätzen Chrono24 an, findet man zu dem Modell Angebote zwischen ungefähr 13.000 und 15.000 Euro. Im besten Fall kann man also ca. 6.800 Euro Gewinn (Einkauf: 8.200 Euro, Verkauf: 15.000 Euro) allein mit dem Kauf einer Hulk und dem anschließenden Verkauf erzielen. Wenn man das Ganze etwas geschickt und nicht gewerblich betreibt, muss man nicht einmal Steuern für den erzielten Gewinn bezahlen. Dieser Prozess des Einkaufs und Verkaufs von Luxusuhren nennt man „Flippen“. Flippen ist ein sehr gängiger Begriff und findet auch regelmäßig Anwendung in anderen Bereichen in denen mit Gütern gehandelt wird wie bspw. Immobilien oder ähnliches.

Die Preistransparenz am Markt für Alternative-Investments nimmt immer weiter zu. Auf der Seite watchpricetrend.com kann man sich zu einer breiten Palette von Luxusuhren Preistrends anzeigen lassen. Im Falle von der Hulk liegt leider nur ein Preischart seit Anfang 2018 vor, dennoch kann sich die dargestellte Preisentwicklung wirklich sehen lassen. Während der Preis Anfang 2018 noch bei etwas unter 10.000 Euro am Markt lag, wird die Uhr zwischenzeitlich für ca. 15.000 Euro gehandelt und erzielte somit eine jährliche Steigerung von ungefähr 20%. Das Ergebnis kann sich wirklich zeigen lassen (siehe folgende Grafik).

2. Möglichkeit: Kaufen und Vermieten

Eine nicht ganz alltägliche Möglichkeit aus einer Luxusuhr Profit zu generieren ist das Vermietungsgeschäft. Das Abonnementmodell bzw. On-Demand von Services und Produkten wird zunehmend stärker von den Menschen nachgefragt. Der Unterschied zum klassischen Kauf von Gütern ist, dass bei einem Abonnementmodell der Konsument nicht Eigentümer wird, er erhält lediglich ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht.

Vielleicht stellt sich nun jemand die Frage, weshalb jemand eine Luxusuhr mieten sollte für ein paar Tage. Die Frage ist angemessen, aber es gibt dafür einen Markt, genauso wie für die Vermietung von Sportwägen. Für spezielle Anlässe, wie bspw. eine Hochzeit oder ähnliches, legen viele Menschen viel Wert auf ihr Erscheinungsbild. Eine schöne Uhr am Handgelenk kann da schon einiges hermachen. Zudem kann eine gemietete Uhr auch für die spätere Kaufentscheidung herangezogen werden und das „Feeling“ der gewünschten Uhr am Handgelenk kann so vorab ausgetestet und ein „Fehlkauf“ vermieden werden.

Wie setzt sich der Wert einer Luxusuhr zusammen?

Die Bestimmung des Preises einer Luxusuhren ist, wie so oft bei Gütern, nicht ganz einfach. Es schwingt bei der Preisbildung immer die persönliche Zahlungsbereitschaft mit. Grundsätzlich gibt es aber drei Einflussfaktoren auf den Wert einer Luxusuhr. Ersten schwingt immer der persönliche Wert einer Uhr mit. Bekommt man zum Beispiel vom Großvater ein älteres Modell vererbt, ist meist der persönliche Wert und die damit verbundenen Erinnerungen signifikant. Einem potenziellen Käufer wird aber vermutlich relativ egal sein wer der Großvater war und was er gemacht hat.

Neben den persönlichen Werten gibt es noch den Uhrmacher-Wert. Hierbei zählt speziell die Raffinesse, die in den Herstellungsprozess hineingeflossen ist und die verwendeten Materialien. Man sollte meinen, dass eine aufwendig produzierte Uhr auch viel wert ist, jedoch spiegelt sich der Uhrmacher-Wert nicht immer im tatsächlichen Marktpreis wider.

Damit wären wir auch bereits beim dritten Wert einer Uhr, dem tatsächlichen Marktpreis. Anders als bei Aktien, sind Luxusuhren nicht homogen, es herrscht keine klare Preistransparenz am Markt und unterschiedliche Präferenzen spielen eine große Rolle bei der Preisbildung. Daher ist der Markt für Luxusuhren kein, nach der generellen Definition, vollständiger Markt und es kann zu erheblichen Preisabweichungen in kürzester Zeit kommen. 

Um den Wert einer Uhr richtig einschätzen zu können, kann man sich an den folgenden Schritten entlanghangeln:

  1. Prüfung der Authentizität und Technik: Im ersten Schritt muss die Authentizität geprüft und bewertet werden. Neben der reinen Prüfung ob es sich um eine Fälschung/Replika handelt, werden auch die über die Jahre hinweg vorgenommenen Instandhaltungen von Einzelteilen bewertet. Je nach Uhrentypen können Gebrauchsspuren wertmindernd (bei sehr feinen Modellen), aber teilweiße auch wertsteigernd sein (Militäruhren die eine „Story“ erzählen). Je nach Zustand wird die Uhr in unterschiedliche Kategorien von 1a bis 5 eingestuft. Uhren, die unter Stufe 2 eingestuft wurden, neigen zu Wertverfall.
  2. Ermittlung des Fairen-Wertes: Hierbei wird zunächst die historische Preisentwicklung eines spezifischen Uhrenmodells, der Uhrenkategorie und des Herstellers berücksichtigt. Im nächsten Schritt werden die anfallenden Kosten (Auktionsgebühr, Instandhaltung, Zoll…) bei einer Investition in eine Uhr erfasst und ein Einkaufspreis inkl. Anfallenden Kosten ermittelt. 
  3. Investitionszeitraum und Rendite: Im nächsten Schritt werden Investitionszeitraum und die gewünschte Rendite berücksichtigt. Der erwartete, zukünftige Wert einer Uhr lässt sich jedoch immer schwer vorhersagen und beruht oft auf Erfahrungswerten. Zu berücksichtigen ist bei der Renditeerwartung, dass in den letzten 1-2 Jahren die Preise für Rolex-Uhren stark angezogen haben (siehe Preisverlauf der grünen Hulk weiter oben). Teilweiße wird sogar von einer Rolex-Blase gesprochen und das Platzen dieser wird bereits prognostiziert, ob es wirklich so kommen wird kann man nur erahnen.
  4. Auswahl des Handelsplatzes: Wie bereits erwähnt ist der Luxusuhrenmarkt ein nicht vollkommener Markt und die Wahl des Handelsplatzes kann den Kauf-/Verkaufspreis stark beeinflussen. Es macht daher Sinn beim Einkauf auf weniger frequentierte Plattformen wie bspw. Ebay (Kleinanzeigen) zurück zu greifen – ACHTUNG: Man sollte sich schon wirklich gut auskennen, um nicht abgezockt zu werden. Bei unautorisierten Marktplätzen schwingt immer die Gefahr mit, dass das Produkt eventuell einen Haken haben kann (Echtheit, Funktionalität etc.). Beim Verkauf hingegen kann man speziell bei größeren Auktionen den höchsten Preis erzielen, da eine Vielzahl von fachkundigen Käufern vertreten ist.

Wie komme bestmöglich ich an eine Luxusuhr?

Als erstes muss man natürlich die finanziellen Mittel für eine Uhr beiseitegelegt haben. Am besten man setzt sich ein konkretes Ziel, bspw. 5.000€, und spart auf dieses Ziel mit fixen Monatsraten hin. Bei einer Rate von monatlich 200€ braucht man nur ca. 2 Jahre (25 Monate), um genug Geld gespart zu haben. Ich empfehle immer die Sparraten direkt am Tag des Gehaltseingangs vom Konto auf ein Sparkonto umzubuchen. Wenn man das Geld auf dem eigentlichen Girokonto liegen lässt, neigt man schnell dazu das Geld auch auszugeben.

Im nächsten Schritt würde ich empfehlen eine Uhr bei einem guten Juwelier, dem man auch wirklich vertrauen kann, zu kaufen. Alternativ kann man auch auf andere, weniger frequentiert Kanäle zurückgreifen, man hat dann aber entsprechend weniger Gewissheit. Da die Nachfrage aber sehr hoch ist, gibt es meistens bereits Wartelisten beim Juwelier. Wartelisten geben keine Garantie und zeigen daher eigentlichen nur dein Interesse, mehr nicht. Es macht daher Sinn sich nach und nach einen guten Draht zu einem Juwelier aufzubauen. Ein kleiner Tipp, neue und sehr hungrige Juweliere sind tendenziell ein guter Ansprechpartner, um eine neue Beziehung aufzubauen. Ab einem gewissen Status wird euch der Juwelier dann direkt anrufen/benachrichtigen, wenn ein für Dich interessantes Objekt hereingekommen ist. Eine gute Connection zu einem Juwelier ist viel wert, deshalb sollte man respektvoll miteinander umgehen. Wenn euch der Juwelier eine Uhr anbietet zu einem fairen Preis, sollte man die Uhr nicht nach wenigen Monaten wieder weiterverkaufen, da man damit seine wertvolle Beziehung mit dem Juwelier vermutlich für immer ruiniert. Natürlich kann man auch zu Auktionen oder anderen Verkaufsplattformen gehen, um eine Uhr zu erhalten. Erfahrungsgemäß ist der Erfolg hier aber eher unwahrscheinlich. 

Fazit zum Investment in Luxusuhren

Luxusuhren können ein wirklich rentables Investment sein (siehe Preisverlauf der Hulk) und bieten die Möglichkeit zur Diversifikation eines Portfolios. Es können sowohl kurzfristige Gewinne erzielt werden als auch nachhaltige und langfristige Wertsteigerungen mit vernünftigen Renditen. Zudem macht eine Luxusuhr schon deutlich mehr Freude am Handgelenk als eine Aktie oder ein ETF im Depot. Als Einsteiger sollte man sich auf gängige Modelle beschränken, die einfach auf Grund des großen Interessentenkreises wirklich einen nachhaltigen Wert bieten, auch wenn es eine Wirtschaftskrise gibt oder die Rolex-Blase platzen sollte. Ich persönlich ordne Luxusuhren aber eher in der Kategorie Werterhalt ein wie bspw. physisches Gold im Tresor.

Zu beachten ist aber, dass die Nachfrage zurzeit extrem hoch ist und der Listenpreis eigentlich so gut wie nicht realistisch ist. Daher gestaltet sich der kurzfristige Einkauf schwierig und auch Wartelisten bieten hier keine Garantie. Wie bei allen Investments sollte man sich wirklich genauer mit der Materie beschäftigen bevor man einsteigt.

Ich persönliche besitze zurzeit noch keine Luxusuhr, da meine Strategie eher auf nachhaltigen Cash-Flow abzielt. Eine Uhr wird mir niemals die Miete oder sonstige Rechnungen bezahlen. Ich bin aber alles andere als abgeneigt mich in Zukunft mehr mit dem Thema zu beschäftigen und mir dann auch eine erste Uhr zu kaufen.

Was hältst du von Luxusuhren oder hast du sogar bereits eine? Wenn ja würde mich echt interessieren welches Modell und warum dieses Modell. 

DISCLAIMER: FIRElifestyle ist keine Anlageberatung!
Der aktive Handel an Finanzmärkten in allen Formen ist hochspekulativ. Dennoch möchte ich euch grundsätzlich ein neutrales Bild von meinen Aktivitäten übermitteln. Diese Darstellung dient lediglich zu Informationszwecken. Ich gebe niemals explizite Empfehlungen zur Geldanlage. Meine Aktivitäten können lediglich als Idee und Motiviation für dich selbst angesehen werden. Somit stellt FIRElifestyle keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Investments dar (§ 85 WpHG)

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2 Comments

  • Sebastian
    Posted 26.November 2019 at 14:16 0Likes

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Man kann durchaus mit teuren Uhren Geld verdienen. Man muss es eben geschickt anstellen und sich mit dem Thema gut auskennen.
    Mit besten Grüßen
    Sebastian

    • Adrian
      Posted 26.November 2019 at 21:44 0Likes

      Hallo Sebastian,
      vielen Dank für deinen Kommentar – ich stimme Dir zu, bei Luxusuhren ist es gleich wie bei fast allen Investments… ohne fundiertes Wissen klappt es tendenziell nicht.
      VG Adrian
      PS: Ich bitte um Dein Verständnis, dass ich Deinen Werbelink nicht freigegeben habe 🙂

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